„Signal for Help“ – Hilfe-Handzeichen bei häuslicher Gewalt bekannt machen

„Signal for Help“ – Hilfe-Handzeichen bei häuslicher Gewalt bekannt machen

Unsere gleichstellungspolitische Sprecherin Monika Möller betont: “Jeder Mord an einer Frau ist einer zu viel, jede gegen Frauen erhobene Hand gehört gestoppt. Leider ist das einfacher gesagt als getan, da frauenfeindliche Gewalt oftmals im häuslichen Umfeld stattfindet. Die Opfer sind den Tätern hier nicht nur schutzlos ausgeliefert, sondern stehen auch unter ständiger Beobachtung, was das Hilfe holen naturgemäß erschwert. Deshalb wollen wir das Hilfe-Handzeichen Mittels einer Kampagne bekannter machen, dann damit kann diskret und geräuschlos der Wunsch nach Hilfe in der Öffentlichkeit signalisiert werden. Das funktioniert aber nur, wenn das Hilfe-Handzeichen allgemein bei potentiellen Opfern und Hilfsbereiten bekannt ist, richtig angewandt und auch verstanden werden kann.”

Das Handzeichen wird ausgeführt, indem die Innenseite der Hand gezeigt wird, zunächst aber nur der Daumen in die Handfläche gelegt ist, während die übrigen Finger gestreckt sind und anschließend nach unten über den Daumen gelegt werden, so als hätten sie den Daumen in einer Falle gefangen. Bewusst wurde die Geste nicht als statisches Handzeichen, sondern als Bewegung konzipiert, damit sie leichter Aufmerksamkeit findet. Mehrere Fälle aus der jüngeren Vergangenheit zeigen, wie effektiv das Hilfe-Handzeichen eingesetzt werden kann. So konnte im August 2022 eine 14-Jährige im rheinland-pfälzischen Ludwigshafen aus der Gewalt eines mutmaßlichen Vergewaltigers gerettet werden, weil sie Passanten rechtzeitig dieses Handzeichen gezeigt hatte. Ebenso konnte im Juni 2022 eine Frau in Dortmund Mittels des Hilfe-Handzeichens auf ihre Notlage aufmerksam machen und aus einer Situation häuslicher Gewalt befreit werden.
Möller weiter: “Das Hilfe-Handzeichen funktioniert. Deshalb werben wir mit unserem Antrag dafür, es weiter bekannt zu machen. Wenn dadurch nur eine Vergewaltigung oder ein Mord verhindert werden kann, hat sich der Einsatz schon gelohnt. Zudem gibt es Frauen auch ein größeres Sicherheitsgefühl, wenn sie wissen, wie sie vom Täter unbemerkt Hilfe organisieren können. Dies verschafft potentiellen Opfern von Gewalttaten einen immensen strategischen Vorteil, um auch in einer solchen Situation gegen den Täter arbeiten zu können.”

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2024-03-07

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